Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung Kreisfeuerwehrverband e.V. 30.10.2021

Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung werden die Feuerwehren im Landkreis Harz in naher Zukunft vor neue Herausforderungen stellen. Wenn man die Temperaturen im Jahresdurchschnitt seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vergleicht, lässt sich feststellen, dass acht der zehn heißesten Jahre im Zeitraum zwischen 2000 und 2017 lagen. Kurze und heftige Unwetter treten in immer kürzeren Zeiträumen auf. Oft fällt die durchschnittliche Niederschlagsmenge eines Monats innerhalb von wenigen Stunden und darauf folgt dann eine längere Trockenzeit. Eine Veränderung, auf die sich auch die Feuerwehren einstellen müssen.

Zu beachten ist dabei jedoch, dass sich Technik und Taktik bei der Wald- und Vegetations-brandbekämpfung grundlegend von denen beim Standard-Brandereignis unterscheiden. Am vergangenen Sonnabend fand deshalb bei der Ortsfeuerwehr Blankenburg das Seminar „Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung“ statt, initiiert vom Kreisfeuerwehrverband Harz e.V..

Dabei wurden den Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden im 8stündigen Seminar durch den Feuerwehrkameraden Detlef Maushake vom Waldbrandteam – Verein für Wald- und Flächenbrandbekämpfung e.V. folgende Inhalte vermittelt:

  1. In der theoretischen Ausbildung ging es um die Grundlagen Vegetationsbrände, Entstehung, Ausbreitung, Gefahren, persönliche Schutzausrüstung, Sicherheitsregeln LACES, Handwerkzeuge/Sonderausrüstung, Wasserbedarf und Wasserversorgung; Pendelverkehr/Wasserförderung, Pump-and-Roll/Raupentaktik,
  2. Ausbildung, aber richtig! Einfache Taktische Waldbrandprognose (ETW), Planübung zur ETW mit Hinweisen zur Umsetzung an den Standorten.
  3. Im Praxisteil der Ausbildung wurde gezeigt: der Einsatz Handwerkzeuge, Wasserlöschrucksäcke, D-Leitungen, Einsatz von Fahrzeugen im Pump-and- Roll-Betrieb/Raupentaktik, Nutzung von Realfeuer zur Ausbildung je nach Gegebenheiten (Was kann man machen in der Ausbildung).

In der Ausbildung wurde besonders herausgearbeitet, dass ein Feuerwehrmann, eine Feuerwehrfrau im Wald besonders beweglich sein muss. Die Feuerwehr sollte auf Schlauchmaterial der „Größe D“ zurückgreifen können. Diese Schläuche – im Durchmesser mit großen Gartenschläuchen vergleichbar - benötigen zum einen deutlich weniger Wasser um die Schlauchleitung selbst zu befüllen, zum anderen ist der gefüllte Schlauch deutlich leichter und flexibler in der Vornahme. Diverse Hacken, Feuerpatschen und Löschrucksäcke wurden beim Seminar vorgestellt.

Löschrucksäcke, befüllt mit ca. 20 Litern Wasser, eignen sich mit einer Handspritze besonders gut für Nachlöscharbeiten und auch, um zügig Löschmaßnahmen - auch an eher schwer zu erreichenden Stellen - einleiten zu können. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die Organisatoren vom Kreisfeuerwehrverband Harz e.V., insbesondere dem Vorsitzenden Herrn Dr. Alexander Beck und den Vorstandsmitgliedern Michael Dura und Andreas Pöschel. Ein besonderes Dankeschön gilt dem Ausbilder Detlef Maushake für seine Unterstützung und die Durchführung einer lebendigen Schulung. Und natürlich möchten wir den Mitstreitern der Ortsfeuerwehr Blankenburg herzlich für die kulinarische Versorgung unserer Seminarteilnehmer danken.

Kreisfeuerwehrverband
Harz e.V.
Andreas Pöschel

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