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Explosion, Gasaustritt,Evakuierug
Großeinsatz für Rettungskräfte in Wernigerode
Ein Geschenk zum Nikolaustag hätten sich die Kameraden der Feuerwehr Wernigerode und der umliegenden Hilfsorganisationen sicher anders vorgestellt. Gegen 14:30 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle die Freiwillige Feuerwehr Wernigerode zu einer Explosion in einem Café am Markt.
Aus dem Keller hörte der Besitzer Explosiongeräusche, deren Ursprung er im kürzlich gewarteten Kühlaggregat vermutete.
Die Feuerwehrleute erkundeten die Lage und stellten dabei einen starken Gasgeruch fest. Diesen Eindruck bestätigten auch erste Messungen. Als die Schadstoffkonzentration immer stärker stieg, war eine Gefährdung für Passanten und Anwohner nicht mehr auszuschließen, so dass sich der Einsatzleiter für eine Evakuierung in einem Radius von 200m um den Markt entschloss. Dies bedeutete in der Weihnachtszeit auch die Evakuierung des Weihnachtsmarktes, den ca. 1000 bis 1500 Marktbesucher vorzeitig verlassen mussten.
Doch auch die Anwohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Als provisorische Unterkunft dienten neben der Diesterwegschule auch Zelte, bei deren Aufbau das Technische Hilfswerk unterstützte.
Da das Gasgemisch noch nicht indentifiziert war, war ein aktives Eingreifen der alarmierten Hilfskräfte auch noch nicht möglich. Im Vordergrund standen daher die Organisation der Evakuierung und die Identifikation des Gemisches sowie geeigneter Gegenmaßnahmen.
Für diese Aufgaben waren nicht nur alle Feuerwehren der Stadt Wernigerode, sondern auch ABC-ErkKW aus Benneckenstein und Halberstadt, sowie ein explosionsgeschützter Lüfter aus Quedlinburg im Einsatz.
Nach einiger Zeit wurde der explosionsgefährliche Stoff als Kühlmittel, welches am vergangenen Freitag bei Wartungsarbeiten ausgetreten war, identifiziert. Diese Flüssigkeit drang in das Erdreich unter Keller ein und die Dämpfe bildeten mit der Zeit eine explosive Atmosphäre. Um das Konzentrationsgleichgewicht wieder
auf ein ungefährliches Level zu verschieben, wurde Stickstoff eingeleitet und das Gemisch aus Stickstoff und Kühlmitteldämpfen anschließend abgesaugt.
Neben rund 100 Helfern von Feuerwehr und Rettungsdienst und 40 THW Helfern, war auch die Polizei mit 28 Beamten im Einsatz.
Nach etwa 6 Stunden konnten alle Bewohner wieder in ihre Häuser und Hotels zurückkehren.
Weitere Infos auf: http://www.feuerwehr-wernigerode.de
Im Einsatz waren:
FF Wernigerode
FF Minsleben
FF Silstedt
FF Benzingerode
FF Benneckenstein
FF Halberstadt
FF Quedlinburg
WF VEM Motors GmbH
KBM
BAL II
THW
Polizei
RTW
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